Derzeit reiht sich ein Handelsabkommen an das nächste – und das in einem beinahe atemlosen Tempo: Mercosur, Indien und nun Australien. Während sich die Verhandlungen zwischen der EU und den jeweiligen Partnern zuvor über Jahre, teils sogar Jahrzehnte hinzogen – wie insbesondere beim Mercosur-Deal mit den südamerikanischen Staaten –, wirkt die aktuelle Entwicklung fast überhastet. Auch, was die vorläufige Anwendung von Mercosur betrifft: Trotz Einspruch des EU-Parlaments hat die EU-Kommission beschlossen, das Handelsabkommen ab 1. Mai in Kraft treten zu lassen. Fakten schaffen über alle Bedenken hinweg? Der französischen Präsidenten Emmanuel Macron nannte die Entscheidung schlicht „eine böse Überraschung.“



