Gipfel sind zu hoch, um die Realität zu sehen

Wenn’s brenzlig wird, hangelt sich die Politik von Gipfel zu Gipfel. Wiederholt gab es Autogipfel und Klimagipfel, im letzten Jahr den Stahlgipfel und nun - den Milchgipfel. Eigentlich nichts Neues: Schon 2018 hatte Julia Klöckner als Bundeslandwirtschaftsministerin die Branche zu einem Gipfeltreffen zusammengerufen, um eine „Modernisierung der Lieferbeziehungen“ zu entwickeln. Um die Verbände in Bewegung zu bringen, drohte die Ministerin gar mit einer Scharfschaltung von Artikel 148 - was nichts anderes bedeutet hätte als verpflichtende Lieferverträge für alle Milcherzeuger.

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Düngerecht: Bundesländer wollen BVerwG-Urteil umgehen

Seit einer Woche liegen die Urteilsgründe zu den bahnbrechenden Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) vom 24.10.2025 zur Aufhebung der Roten Gebiete vor. In der jetzt intensiv geführten politischen Diskussion ist aber nicht erkennbar, dass die Bundes- und Landesregierungen, die festgestellten Fehler korrigieren und zu einer sachgerechten und tragfähigen Lösung für die Landwirtschaft kommen wollen. Dazu gehört auch eine klare Anwendung des Verursacherprinzips.

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Wenn Vorschriften krank machen: Bauern unter politischem Druck

Jeder vierte Bauer leidet unter psychischen Belastungen – viele zögern jedoch, sich Hilfe zu holen. Häufig ist die Sorge, krankheitsbedingt für längere Zeit auszufallen, der Grund, weshalb eine ärztliche Behandlung aufgeschoben wird. Die FREIEN BAUERN sprachen mit Karen Hendrix, die sich bei ihrer therapeutischen Arbeit auf Landwirte in psychischen Krisen spezialisiert hat.

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Importstopp für Billigzucker: Nutzen muss auch die Bauern erreichen

KI-generierter Inhalt Im Dezember standen die Zeichen auf Sturm: Europas Zuckerbranche warnte vor dem Marktkollaps. Denn innerhalb von zwei Jahren waren die Zuckerpreise um 38 Prozent eingebrochen, eine Trendwende war nicht in Sicht. Nun gibt es vorerst Entwarnung: EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hat angekündigt, zollfreie Importe von Rohzucker aus Nicht-EU-Ländern vorübergehend auszusetzen, um die europäischen Zuckererzeuger zu entlasten.

Der Bundessprecher der FREIEN BAUERN, Alfons Josef Wolff, bezeichnet Hansens Entscheidung als „den richtigen Schritt“. Er stellt jedoch klar: „Es ist selbstverständlich, dass die heimische Industrie gestützt wird. Aber die Unterstützung muss auch die Landwirte mit einbeziehen – wir haben schließlich die stärksten Auflagen der Welt. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise befinden sich nicht zuletzt deshalb auf einem so niedrigen Niveau, weil weiterhin Billigimporte aus der ganzen Welt zugelassen werden. Diese Importwaren werden unter deutlich niedrigeren Umwelt- und Produktionsstandards hergestellt als unsere Erzeugnisse. Was wir außerdem nicht übersehen dürfen: Neben dem Agrarsektor sind auch vor- und nachgelagerte Bereiche betroffen und in ihrer Existenz gefährdet.“

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