Milchlieferbeziehungen
Die FREIEN BAUERN fordern seit Langem die konsequente Umsetzung von Artikel 148 der Europäischen Marktordnung. Denn nur durch Lieferverträge vor der Produktion lassen sich weitere Eigenkapitalverluste der landwirtschaftlichen Betriebe verhindern. Durch die langen Produktionszyklen verlieren die Landwirte häufig Geld, auch tragen sie allein das Risiko, da alle anderen Beteiligten der Wertschöpfungskette ihre Kosten weitergeben können. Artikel 148 schreibt vor, dass für Milch oder Fleisch vorab Verträge mit eindeutig festgelegten Mengen und Preisen abgeschlossen werden müssen. In der Praxis jedoch fehlen solche klaren Preis- und Mengenabsprachen bislang.
Gipfel sind zu hoch, um die Realität zu sehen
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Wenn’s brenzlig wird, hangelt sich die Politik von Gipfel zu Gipfel. Wiederholt gab es Autogipfel und Klimagipfel, im letzten Jahr den Stahlgipfel und nun - den Milchgipfel. Eigentlich nichts Neues: Schon 2018 hatte Julia Klöckner als Bundeslandwirtschaftsministerin die Branche zu einem Gipfeltreffen zusammengerufen, um eine „Modernisierung der Lieferbeziehungen“ zu entwickeln. Um die Verbände in Bewegung zu bringen, drohte die Ministerin gar mit einer Scharfschaltung von Artikel 148 - was nichts anderes bedeutet hätte als verpflichtende Lieferverträge für alle Milcherzeuger.
Aufruf zur Demo am 28.1.2026
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Fallende Preise, steigende Kosten und viel zu wenig Bewegung auf politischer Ebene – das darf so nicht bleiben. Seit Langem schon fordern die FREIEN BAUERN die konsequente Umsetzung von Artikel 148 GMO, der nur auf dem Papier besteht. Denn in der Praxis fehlen weiterhin fast flächendeckend Preis- und Mengenabsprachen. Am Mittwoch, 28. Januar 2026, schließen sich die FREIEN BAUERN der von BDM e.V. initiierten Demo in München an, um ein starkes Zeichen zu setzen. Für verbindliche Verträge vor Lieferung mit klaren Regelungen zu Preis, Menge, Qualität und Laufzeit ohne Ausnahmen. Da sich vor allem verantwortliche Politiker aus Deutschland der Umsetzung einer Vertragspflicht verweigert haben, fordern wir umgehend das Instrument des freiwilligen Lieferverzichts gegen Entschädigung freizuschalten.
FREIE BAUERN zur Agrarministerkonferenz: Vertragspflicht für Milch und Schlachtvieh jetzt durchsetzen
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Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, haben die Agrarministerkonferenz aufgefordert, die Stellung der landwirtschaftlichen Erzeuger in der Wertschöpfungskette zu stärken. „Wir brauchen eine Vertragspflicht mit vorab vereinbarten konkret bezifferten Mengen und Preisen, und zwar für alle Agrarprodukte, nicht nur für Milch, wo die Lieferbeziehungen besonders ausbeuterisch sind“, sagte Thomas Frenk, Landessprecher der FREIEN BAUERN Baden-Württemberg, bei einer gemeinsam mit BDM und LSV organisierten Protestaktion vor dem Kurhaus in Baden Baden. Die Überlegungen des neuen EU-Agrarkommissars Christophe Hansen für eine Vertragspflicht bei Milch sollten daher unterstützt und ausgeweitet werden, so der 47jährige Milchviehhalter aus dem badischen Nonnenweier: „ Unser Anteil an der Wertschöpfung ist vor allem deshalb so niedrig, weil in weiten Teilen der Rohstoffmärkte überhaupt kein Wettbewerb mehr stattfindet und wenige große Konzerne nachträglich und einseitig über die Preise bestimmen.“ Ein Aufbrechen dieser Machtstrukturen sei nur möglich durch die klare ordnungsrechtliche Vorgabe, Vorab-Verträge abzuschließen, argumentiert Frenk: „Wir wollen unsere Produkte wie richtige Unternehmer verkaufen und nicht einfach abliefern und auf die Gutschrift warten.“
FREIE BAUERN unterstützen Vorschlag von Agrarkommissar Hansen zur Vertragspflicht für Milchlieferungen
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Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, haben den Vorschlag des EU-Agrarkommissars Christophe Hansen zur Konkretisierung des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktordnung begrüßt. „Mit der darin vorgesehenen allgemeinen Vertragspflicht für Milchlieferungen wäre es einerseits nicht mehr ins Belieben der Mitgliedsstaaten gestellt, ob sie das Machtgefälle zwischen Molkereien und Milcherzeugern zugunsten gleichberechtigter Beziehungen auflösen oder nicht“, sagte Peter Guhl von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN:
FREIE BAUERN erinnern an Ampelversprechen: Wir warten noch auf eine Vertragspflicht für Milchlieferungen
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Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, haben die Bundesregierung aufgefordert, endlich eine Verordnung vorzulegen, die für alle Milchlieferungen den Abschluss von schriftlichen Verträgen mit konkret bezifferten Mengen und Preisen verpflichtend vorschreibt. „Vor einem Jahr hat Özdemirs Staatssekretärin Silvia Bender öffentlichkeitswirksam angekündigt, durch Umsetzung des Artikels 148 der Europäischen Marktordnung auf diese Weise die Milchviehhalter gegenüber den Molkereikonzernen stärken zu wollen“, erinnert Peter Guhl von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN: „Aber bis auf einen komplizierten und unverständlichen Diskussionsentwurf aus dem Ministerium gibt es nach wie vor keine Signale aus Berlin, das Thema scheint aus dem Blickwinkel der Verantwortlichen geraten zu sein.“ Dies sei um so bedauerlicher, weil die Vertragspflicht für Milchlieferungen das bislang einzige Projekt der Ampel-Koalition sei, das sich positiv auf die ökonomische Lage der Landwirtschaft auswirken würde, kritisiert der 59jährige Milchviehhalter aus dem mecklenburgischen Vorderhagen: „Wenn es darum geht, unsere Betriebe mit Steuerbelastungen oder Produktionsauflagen zu quälen, ist die Bundesregierung deutlich schneller mit Ergebnissen.“
FREIE BAUERN vor Schlachthöfen und Molkereien in ganz Deutschland
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Gemeinsam mit BDM, LSV, AbL und Milchboard haben die FREIEN BAUERN heute vor Schlachthöfen und Molkereien in ganz Deutschland auf die ruinöse wirtschaftliche Situation in der Tierhaltung hingewiesen und eine deutliche Anhebung der Erzeugerpreise verlangt. Vor den Werkstoren wurde ein Forderungspapier an die verarbeitenden Unternehmen abgegeben. Diese haben eine Woche Zeit, Vorschläge vorzulegen, wie die Erlöse in der Wertschöpfungskette gerechter verteilt werden sollen. „Die Unternehmen der Ernährungsindustrie, die immer von Branchenlösungen sprechen, müssen jetzt Verantwortung übernehmen“, sagte Milcherzeuger Peter Guhl von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN, der mit seinem Schlepper beim Arla-Werk in Upahl (Mecklenburg-Vorpommern) vorfuhr: „Wer sich als Marktpartner der Landwirtschaft sieht, muss uns in dieser Notlage auch partnerschaftlich behandeln“.