Glaubwürdigkeit ist Trumpf ... auf der Straße und am Verhandlungstisch (Foto: Ulf Ostländer)
Glaubwürdigkeit ist Trumpf ... auf der Straße und am Verhandlungstisch (Foto: Ulf Ostländer)
Glaubwürdigkeit ist Trumpf ... auf der Straße und am Verhandlungstisch (Foto: Ulf Ostländer)

Mit Unverstandnis haben Bauernbund, LSV und FREIE BAUERN in Sachsen-Anhalt auf die Ankundigung des Deutschen Bauernverbandes reagiert, bei der von der Bundesregierung geplanten Streichung der Agrardieselruckerstattung einen Kompromiss akzeptieren zu wollen. „Wir sind doch nicht monatelang gegen diese vollig uberzogene und ungerechte Steuererhohung auf die Straße gegangen, um jetzt kleinlaut zuruckzurudern“, sagte Martin Dippe vom Bauernbund Sachsen-Anhalt. Viele Berufskollegen, die noch Mitglied im Bauernverband seien, hatten mitdemonstriert und seien durch die Ankundigung wie vor den Kopf geschlagen. „Mit unseren flachendeckenden friedlichen Protesten haben wir erreicht, dass die derzeit großte Oppositionspartei ihre Zustimmung zum Wachstumschancengesetz an den Erhalt des Agrardiesels gekoppelt hat“, erinnerte Frank Bocker von LSV-Sachsen-Anhalt. Mit seiner nebulosen Kompromissbereitschaft falle der Bauernverband denjenigen Unionspolitikern in den Rucken, die noch zur Landwirtschaft stehen. „Man kann doch keine berechtigte Forderung zurucknehmen, wenn man die Gegenleistung nicht kennt“, kritisierte Frerk Arfsten von den FREIEN BAUERN Sachsen-Anhalt: „Wenn wir eine Transitlosung fur ukrainisches Getreide und Olsaaten kriegen und eine Vertragspflicht fur Milch- und Schlachtviehlieferungen, ware das etwas anderes.“

Wer einen Kompromiss anbiete, müsse klare Vorstellungen haben, wie Geld auf die Höfe kommt. Bauernbund, LSV und FREIE BAUERN bleiben deshalb bei ihrer Forderung, die Streichung der Agrardieselrückerstattung komplett zurückzunehmen. Kurz vor der Agrarministerkonferenz dürfe die Glaubwürdigkeit der gesamten Proteste nicht in Frage gestellt werden.

Gemeinsame Pressemitteilung