Seit Mai 2022 haben die FREIEN BAUERN auch einen Landesverband in Baden-Württemberg. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird im „Ländle“ als Ackerland genutzt, vor allem für den Anbau von Getreide. Daneben bildet der Wein- und Obstbau einen wichtigen Schwerpunkt. Insgesamt erwirtschaftet die baden-württembergische Landwirtschaft jährlich Verkaufserlöse von rund 3,6 Milliarden Euro – tierische Produkte machen davon gut fünfzig Prozent aus. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt mit 37 Hektar deutlich unter dem Bundesdurchschnitt - dennoch ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
FREIE BAUERN Baden-Württemberg
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Die FREIEN BAUERN haben jetzt auch eine Landesvertretung in Baden-Württemberg: Landessprecher wurde der 44jährige Thomas Frenk, Ackerbauer und Milchviehhalter mit Direktvermarktung aus Nonnenweier am Oberrhein, sein Stellvertreter der 41jährige Anton Abele, Schweinemäster und Biogasanlagenbetreiber aus Tannhausen am Ostrand der Schwäbischen Alb. Weitere Mitglieder der Landesvertretung sind Markus Federolf, Milchviehhalter aus Kleinhirschbach in Hohenlohe, Christine Knobloch-Hiller, Milchviehhalterin aus Stuttgart-Degerloch und Andreas Schmid, Ackerbauer und Mutterkuhhalter aus Karlsruhe-Maxau. Baden-Württemberg ist damit neben Niedersachsen und Brandenburg das dritte Bundesland, in dem die FREIEN BAUERN auf Landesebene organisiert sind. „Mit rund 120 Mitgliedern sind wir zwar eine relativ kleine Landesgruppe, aber es hat sich ein gutes Team zusammengefunden, und das ist für die politische Arbeit das Entscheidende“, freut sich Frenk. Alle Aktiven haben sich früher in der Protestbewegung LSV engagiert, sagt Frenk, der selber bei den beiden großen Demonstrationen im Herbst 2019 Ansprechpartner für die regionale Presse war: „Aber nur demonstrieren reicht nicht, wir wünschen uns doch alle eine konstruktive Berufsvertretung, die geradeaus für unsere bäuerlichen Interessen eintritt und nicht herumlaviert und kuschelt mit Bauernverband, Parteipolitik und Agrobusiness.“ Noch im März wird ein Gespräch mit dem grünen Verkehrsminister Winfried Hermann geführt, der einen Mitgliedsbetrieb besucht. Im April und Mai will die neue Landesvertretung Kontakt mit Agrarpolitikern verschiedener Parteien aufnehmen und den notwendigen Vorrang einer intensiven landwirtschaftlichen Produktion gegen Häuser- und Straßenbau, Naturschutz und Flächenstillegung deutlich machen, die nach Auffassung der FREIEN BAUERN gerade in Baden-Württemberg Überhand genommen haben.
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Die FREIEN BAUERN Niedersachsen haben sich skeptisch zum Vorhaben des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums geäußerst, im Dialog mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen einen so genannten Gesellschaftsvertrag über die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung zu erarbeiten. „Gesellschaftsverträge erheben bereits per Definition einen viel zu hohen Anspruch, welcher durch die dabei ausgehandelten Minimalkonsense regelmäßig nicht erreicht wird“, argumentiert Fokko Schumann, Landessprecher der FREIEN BAUERN, in einem Schreiben an Ministerin Barbara Otte-Kinast. Statt „von externen Beratungsfirmen moderierter Wohlfühlrunden“ empfiehlt der 40jährige Nebenerwerbslandwirt aus dem ostfriesischen Berumbur den „konstruktiven agrarpolitischen Streit über konkrete Inhalte“. Um die derzeit schwache Stellung der Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette zu verbessern bestehe erheblicher Handlungsbedarf, schreibt Schumann und wünscht sich von der Ministerin Unterstützung gegen die Übermacht der großen Konzerne. Konkret fordern die FREIEN BAUERN eine transparente Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel, gleiche soziale und ökologische Standards bei Agrarimporten, faire Lieferverträge mit Vorab-Vereinbarung von Menge und Preis, Regelungen gegen den Einkauf unterhalb der Produktionskosten sowie ein Entflechtungsgesetz.
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Die FREIEN BAUERN Niedersachsen werfen dem Deutschen Milchkontor DMK vor, trotz sehr guter Absatzlage bei Trinkmilch und Milchprodukten die für ihre Lieferanten dringend notwendigen Preisanhebungen zu verhindern. „Wenn die größte Molkerei Deutschlands jetzt noch lausige 33 Cent zahlt, dann wirtschaftet das Management damit in die eigene Tasche und nicht im Sinne der tausenden Genossenschaftsmitglieder, die seit Monaten keine Kostendeckung mehr auf ihren Höfen haben und von der Substanz leben“, sagte Landessprecher Fokko Schumann, Landwirt aus dem ostfriesischen Berumbur, heute auf der Mahnwache protestierender Milcherzeuger vor der Molkereizentrale in Zeven. Die FREIEN BAUERN rufen daher alle Berufskollegen auf, die Aktion zu unterstützen, die zum Ziel hat, beim Marktführer ein Umdenken in der Geschäftspolitik zu erreichen.
